Was ist eine kumulative Dissertation?

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Im Unterschied zu einer Monografie (ein zentrales Thema wird unter verschiedensten Perspektiven umfassend erforscht) ist eine kumulative Dissertation ein in mehrere wissenschaftliche Fachartikel unterteilter Sammelband, in dem jeweils Teilergebnisse präsentiert werden. Verbunden sind diese Fachartikel über den inneren thematischen Zusammenhang. Die kumulative Dissertation steht als wissenschaftliches Gesamtwerk am Ende der Promotionszeit. Als qualitätvolle und eigenständige Abschlussarbeit stellt sie eine entscheidende Basis für eine weiterführende Karriere im Wissenschaftsbereich dar. Ein professionelles Lektorat der Dissertation sichert deinen Promotionstext hinsichtlich Rechtschreibung, Grammatik und Schreibstil ab. Außerdem kann dir ein/e geschulter/e Lektor/in eine erste wertvolle Rückmeldung zu den Inhalten deiner wissenschaftlichen Arbeit geben.

Hinweise zum Aufbau einer kumulativen Dissertation

Viele Universitäten haben Leitfäden und zentrale Hinweise zum Aufbau einer kumulativen Dissertation herausgegeben, darunter auch die TU Berlin. Den Aufbau gibt die jeweilige Universität im Ansatz vor. Insofern kann es je nach Hochschule geringfügige Unterschiede geben.
In der Regel gehören zum formalen Aufbau das Deckblatt, eine kurze Zusammenfassung der Gesamtdiskussion in englischer und deutscher Sprache (Abstract), das Inhaltsverzeichnis, die Einleitung, die Übersicht zu den einzelnen Fachartikeln, die Fachartikel selbst, die Gesamtdiskussion mit Fazit, das Literaturverzeichnis, die Eigenständigkeitserklärung und der Anhang.
Die kumulative Dissertation ist in gebundener Form vorzulegen. Ein professionelles Layout mit einer übersichtlichen Formatierung der Dissertation sind zentrale „Aushängeschilder“ deiner Abschlussarbeit. Inhaltlich werden die einzelnen Fachartikel von Einleitung und Gesamtdiskussion mit Fazit umschlossen. Die unterschiedlichen Themenstellungen der einzelnen Manuskripte verbindest du über deinen thematischen Gesamtzusammenhang. Eine Plagiatsprüfung sichert deine kumulative Dissertation ab und beugt bösen Überraschungen vor

Wichtige Voraussetzungen für eine kumulative Dissertation

Die einzelnen Fachartikel deiner kumulativen Dissertation sind vorab in seriösen und renommierten Fachzeitschriften zu veröffentlichen. In der Promotionsordnung ist genau geregelt, ob und in welchen Fachbereichen eine kumulative Dissertation möglich ist und wie viele Fachartikel dafür bereits veröffentlicht sein müssen.
Die kumulative Dissertation bietet sich beispielsweise bei einem interdisziplinären Promotionsthema und in der empirischen Forschung an.

Vorteile einer kumulativen Dissertation

Die Promotion in kleinen Schritten über unabhängige, bereits veröffentlichte Fachartikel schafft eine hilfreiche Arbeitsstruktur mit jeweils abgeschlossenen Teilergebnissen. Diese kleinteilige Arbeitsweise von Artikel zu Artikel sorgt für motivierende Teilerfolge und Sicherheit. Das „große Ganze“ einer Dissertation  kann sukzessive über Kleinprojekte erarbeitet werden. Auch können die Zwischenergebnisse immer wieder kompakt im Rahmen der Dissertationsbetreuung präsentiert werden.
Wer sich aufgrund vieler anderer Verpflichtungen nicht ausschließlich seiner wissenschaftlichen Abschlussarbeit widmen kann, für den bietet die kumulative Dissertation die Möglichkeit, sie nach und nach zu vervollständigen. Die Anzahl von bereits veröffentlichten Fachartikeln ist zudem ein wichtiges Kriterium bei der Bewerbung für eine wissenschaftliche Stelle und erhöht deine akademische Reputation.

Herausforderungen und Nachteile einer kumulativen Dissertation

Um in international anerkannten Wissenschaftsjournalen veröffentlicht zu werden, müssen die Fachartikel deiner kumulativen Dissertation von herausragender Qualität sein. Wann eine Veröffentlichung erfolgt, ist oft schwer einschätzbar und kann sich lange hinziehen. Deshalb ist es schwierig, einen verbindlichen Zeitplan zu erstellen, um für sich selbst eine verlässliche Planungssicherheit zu gewinnen.
Manchmal gelingt eine Veröffentlichung nur mit bereits bekannten Co-Autoren/innen. Die Mitwirkung mehrerer Autoren/innen an einer kumulativen Dissertation ist grundsätzlich möglich und kann den Arbeitsprozess beschleunigen, vor allem wenn dadurch bereits bestehende Kontakte zu Fachzeitschriften und Magazinen die Veröffentlichung erleichtern. Im Fall einer Co-Autorenschaft musst du deine individuelle Eigenleistung an der Dissertation präzise darstellen und belegen.

Monografie oder kumulative Dissertation – ist eine Umstellung möglich?

Während der Arbeit an deiner akademischen Abschlussarbeit kann sich herausstellen, dass du eine Monografie einer kumulativen Dissertation vorziehen würdest – oder umgekehrt. Falls du mit dieser Problemstellung konfrontiert wirst, ist ein Wechsel in der Regel möglich, wenn er begründet ist und wenn ihn die Promotionsordnung zulässt. Die Frage einer Umstellung muss auch mit deinem/r Promotionsbetreuenden besprochen und entschieden werden. Falls bereits Artikel veröffentlicht wurden, die in die Monografie einfließen sollen, ist die rechtliche Seite mit den zuständigen Verlagen zu klären und zu regeln.

(Text: Veronika Vogel)

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