Schüler kennen “Hitzefrei” nicht mehr

Hitzefrei kleines Mädchen mit großer Sonnenbrille in der Sonne

Ältere Generationen sind als Kinder bei dem Wort „hitzefrei“ regelmäßig in Jubelstürme ausgebrochen. Kaum etwas Schöneres hatte der Sommer früher für Schüler parat. Früher, denn die heutige Schülergeneration kennt hitzefrei kaum noch.

Heute gibt es praktisch kein Hitzefrei mehr

Auch an Tagen, an denen Deutschland in hochsommerlicher Hitze brütet, können im Gegensatz zu früher dürfen heutzutage nicht einmal Grundschüler darauf hoffen, sich noch vor offiziellem Unterrichtsschluss in See oder Freibad abkühlen zu können. Während früher ab einer Temperatur von 25 Grad und mehr im Schatten die Kinder gerne vorzeitig nach Hause geschickt wurden, gibt es heute praktisch kein hitzefrei mehr.

Die Entscheidung über Hitzefrei fällt der Schulleiter

Die Entscheidung, ob an einer Schule hitzefrei gegeben wird oder nicht, liegt beim Schulleiter. Laut Kultusministerium darf an Tagen, an denen der Unterricht durch hohe Temperaturen erheblich beeinträchtigt ist, für Grundschüler und Schüler der Sekundarstufe I der Unterricht nach der fünften Stunde ausfallen. Darf, muss aber nicht.

Schule muss Betreuung auch nachmittags gewährleisten

Das Problem: Entscheidet sich ein Rektor oder eine Rektorin dafür, die Unterrichtszeit aus Hitzegründen früher zu beenden, muss die Schule dennoch gewährleisten, dass die Kinder bis zum geplanten Unterrichtsschluss betreut sind. Einfach früher nach Hause schicken, wie es früher üblich war, ist heute nicht mehr möglich. Stichwort: Verlässliche Schule.

Kein Hitzefrei mehr, weil meist beide Eltern arbeiten

Grund dafür ist die veränderte Familienstruktur mit meist zwei berufstätigen Elternteilen. Wenn Mutti früher als Hausfrau in der Wohnung beschäftigt war, machte es keinen Unterschied, ob Hänschen erst um 13 Uhr oder schon um 11.30 Uhr nach Hause kam. Heute sind oft alle außer Haus und Hänschen stünde vor verschlossenen Türen.

Ganztagsklassen weichen auf Aula und Spielplatz aus

Noch eindeutiger verhält es sich bei den immer beliebteren Ganztagesklassen. Diese werden schließlich überwiegend von Kindern besucht, deren Eltern aufgrund ihrer Arbeitszeiten eine Nachmittagsbetreuung der Kinder benötigen. Dass man nicht Ganztagesklassen anbieten und dann den Unterricht ausfallen lassen kann, ist allen Schulleitern klar. Allerdings finden die meisten Schulen gerade für die Nachmittagsstunden Lösungen, die zum einen der Hitze Rechnung tragen und zum anderen die Fürsorgepflicht der Schule nicht verletzen. So ziehen manche Klassen bei hohen Temperaturen in kühlere Räume wie die Aula oder Klassenzimmer im Untergeschoss um. Oder man geht gemeinsam auf einen schattigen Spielplatz.

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1.000000E+0in Kommentar zu Schüler kennen “Hitzefrei” nicht mehr

  1. Claudius Gromer sagt:

    Ja, aber die Lehrer*innen sind auch jetzt noch zu faul, obwohl o.g. Entwicklungen z.B. ein klarer Hinweis dafür sind, dass sie tendenziell immer mehr zu tun haben. Vielleicht sollten sie – auf Grund ihrer Ausbildung, der gesicherten Beamtenstellung und des guten Gehalts wegen – noch mehr daran arbeiten, die Sonne zu dimmen oder wenigstens den Klimawandel abzubremsen… sollen sich nicht so anstellen, mit ein bisschen guten Willen usw. geht ja die Digitalisierung auch an Schulen endlich voran…

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