Corona: Immer mehr Schüler brauchen Nachhilfe

Nachhilfe per Videokonferenz Online Junge sitzt vor Computer mit Online-Nachhilfe

Mag die Einteilung in gute, mittelmäßig und schlechte Schüler auch niemals objektiv sein, basiert das deutsche Schulsystem dennoch auf Noten. Und wer gute Noten in Fächern erhalten möchte, die ihm nicht liegen, kann durch Nachhilfe seine Defizite kompensieren. Dankbare Abnehmer dieses Angebots gab es schon immer. Der zum Großteil entfallende Präsenzunterricht innerhalb der Corona-Monate hat zu einem fächerübergreifend überproportionalen Bedarf an außerschulischer Förderung geführt.

Nachhilfe weit verbreitet

Mag man sich auch kaum noch erinnern: Es gab einmal eine Zeit vor Corona. Und es gab schon immer Nachhilfe. Nun gut, vielleicht noch nicht bei den alten Griechen, die unseren heutigen Begriff „Schule“ allerdings auch mit „Müßiggang“ definierten. Doch seit Jahrzehnten bieten Fachkräfte Schülern ihre Unterstützung an, sollte es an korrekten Mathe-Formeln oder Kommasetzungen hapern.

Und es haperte immer mehr: Bereits 2018 sollen rund zwei Drittel aller Schüler in Deutschland Nachhilfe beansprucht haben. In die Ergebnisse dieser Studie des Marktforschungsinstituts YouGov sind alle Formen der Nachhilfe mit eingeflossen – die klassische Präsenz-Nachhilfe im Schüler-Lehrer-Verhältnis 1:1, Gruppennachhilfe an Nachhilfe-Instituten ebenso wie Online-Nachhilfe per Videokonferenz.

Welcher Weg ist der passende für welche Bedürfnisse? Damals wie heute gilt: Wer nicht sofort den analogen Weg einschlagen will oder vor Ort keinen geeigneten Nachhilfe-Lehrer findet, kann günstige Online-Nachhilfe gratis testen und danach zwischen der Internet-Variante und dem Personen-Unterricht seine Wahl treffen.

Mängel beim digitalen Schulunterricht

An diese Zeit wird man sich noch lange erinnern: Corona. Und noch lässt sich nicht einmal von Erinnerung sprechen. Denn die Pandemie hat den Alltag der Weltbevölkerung noch immer fest im Griff. Auch Kinder und Jugendliche haben mit den Beschränkungen durch die Regierung zu kämpfen. Abhängig von Alter, Region und Schulart wurden in Deutschland pro Schüler bislang durchschnittlich rund 450 Präsenz-Unterrichtsstunden gestrichen – ein Ende ist nicht abzusehen.

Mag es statt der traditionellen Schulstunden auch Online-Unterricht geben, lassen sich die Lerneffekte in keinerlei Hinsicht miteinander vergleichen. Zu unterschiedlich die Art, wie Lehrer ihren Schülern Wissen digital vermitteln, zu verwirrend die Zensurvergabe am Ende eines Schulhalbjahres – nicht zu vergessen all die Schüler ohne Internetzugang und ohne die Möglichkeit, mit ihren Eltern das Versäumte nachholen zu können.

Förderprogramme: drei Summen, eine Prognose

Experten sind sich einig: Die allgemeinen Corona-bedingten Lerndefizite werden sich selbst bei einer Wiederaufnahme des herkömmlichen Schulbetriebes nach den Sommerferien nur durch begleitende Förderprogramme wie Nachhilfestunden oder Nachmittagsunterricht auffangen lassen können.

Dabei wird für einen Erfolg dieser Maßnahmen im Allgemeinen ein Mindestzeitraum von zwei Jahren veranschlagt, bei rund einem Fünftel aller Kinder und Jugendlichen gehen Prognosen von einer noch längeren Dauer aus.

Uneinigkeit herrscht noch darüber, wie hoch die finanziellen Konsequenzen sein werden und welche Summe die Bundesregierung für die Fördermaßnahmen zur Verfügung stellten sollte.

  • Das Bildungsministerium möchte eine Milliarde Euro für Erhebungen zum aktuellen Lernstand aller Schüler sowie zusätzliche priorisierte Lernangebote in Kernfächern wie Deutsch oder Mathematik vorrangig für Schüler einsetzen, die im Herbst einen Schulwechsel planen.
  • Das Institut der deutschen Wirtschaft hält eine Summe von 1,5 Milliarden Euro für angemessen. Seine Berechnung basiert auf durchschnittlich 100 benötigten Nachhilfestunden für jeden betroffenen Schüler.
  • Nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbandes werden die erforderlichen Förderungsmaßnahmen am Ende mit zwei Milliarden Euro zu Buche schlagen – für sie gehen die geplanten Angebote des Bildungsministeriums nicht weit genug.

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